Jul 27 2009
Rizinus – der “Wunderbaum”
Bei Rizinus denkt man als erstes wohl an das bekannte, abführend wirkende Rizinusöl aus der Apotheke. Schon seit 6000 Jahren wird die Pflanze angebaut. Bereits die alten Griechen Paracelsus und Hippokrates benutzten diese Heilpflanze.
Das Öl gewinnt man aus dem Inhalt des Samens (auch Castorbohnen genannt). Vorsicht ist aber geboten, da in den Schalen der Samen das giftige Rizin enthalten ist, das bei der Herstellung des Öls als Rückstand zurückbleibt. Das heisst Finger weg von den Samen, schon die Einnahme kleiner Mengen kann sogar zum Tod führen. Auf Teneriffa ist diese Pflanze häufig zu sehen. Ursprünglich stammt der Rizinus aber aus den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, er hat sich aber mittlerweile weltweit verbreitet.
Der zu den Wolfsmilchgewächsen zählende Rizinus kann bis zu 13 Meter hoch werden, das ist abhängig von seinem Standort. Die Samen keimen schnell und leicht, daher beansprucht er gerne brachliegende Felder für sich. Daher sieht man ihn hier eher als Unkraut.
Weitere Nutzung findet bzw. fand der Rizinus in der Kosmetikindustrie (Cremes, Salben), als Schmieröl, als Haarwuchsmittel, als Rohstoff für Lack- und Farbherstellung, Brennöl und auch in der Textilindustrie.

Blätter des Rizinus

Samen der Pflanze

