Jul 16 2009
Puerto de Garachico – einst wichtigster Hafen Teneriffas
Das 16. und das 17. Jahrhundert gelten als die goldenen Epochen in der Geschichte des Ortes Garachico im Norden Teneriffas. Den Wohlstand erlangte der Ort durch seine Reederei, von wo aus reger Handel mit Europa, Amerika und Afrika betrieben wurde. In erster Linie wurden landwirtschaftliche Produkte exportiert, vor allem Malvasia-Wein und Zuckerrohr (bis Mitte des 16. Jh.), aber auch andere Produkte wie Farbstoffe und Seide. Importiert wurden z.B. Stoffe aus England und Frankreich, flämische Kunstwerke und Gewürze aus dem Orient. Kaufmänner, angesehene Künstler, noble Familien und Angestelle der Königsfamilie wurden von diesem florierenden Markt angezogen. Trotz des wilden Meeres mit seinen Strömungen und Wellen, das den Seefahrern grosse Schwierigkeiten bereitete, entwickelte sich Garachico zum wichtigsten Hafen Teneriffas.
Flutwellen, eingeschleppte Krankheiten (Pest) und nicht zuletzt der Ausbruch des Montaña de Trebejo (Volcan Negro, Arenas Negras) im Jahre 1706 bedeuteten aber den erstmaligen Untergang des Ortes.
Die Menschen bauten auf der erstarrten Lava den Ort erneut auf und heute zählt Garachico zu den schönsten Orten der Insel.



... erstellt von Leonardo Torriani

