Sep 12 2009
Was ist Calima?
Die Insel Teneriffa und auch die anderen kanarischen Inseln werden mehrmals im Jahr vom Calima heimgesucht.
Ein Wind aus östlicher Richtung bringt Sand von der Sahara und höhere Temperaturen von Afrika auf die Kanarischen Inseln. Das Wetterphänomen lässt sich daran erkennen, dass die Sicht sehr unklar ist, weil der Sand in der Luft hängt und die für die Kanaren untypisch hohen Temperaturen. Im Juli/August war der längste und heisseste Calima auf den Kanaren in diesem Jahr zu verzeichnen. Dieser hielt ca. 3 Wochen an und bescherte Temperaturen bis zu 48 Grad Celsius (im Süden Teneriffas). Aufgrund der hohen Temperaturen und der Trockenheit schien die Luft förmlich zu knistern. Die Waldbrandgefahr war in dieser Zeit sehr hoch, wie man auf La Palma leider erleben musste. Alle Wanderfreunde wurden sensibilisiert sich dementsprechend zu verhalten, denn nur ein Funke kann verheerende Auswirkungen auf die Natur haben.
Bei Calima klagen viele über Kratzen im Hals und Kopfschmerzen. Das liegt an der sandhaltigen Luft, die sich auf die Atemwege legt. Wichtig ist dann viel zu trinken.
Eine faszinierende Seite am Calima ist die Sicht auf den Teide. Man kann nur ganz unklar die Silhouette des mächtigen Berges, der über Teneriffa thront, ausmachen. Der Teide zeigt sich mit einem anderen Gesicht und wirkt wie eine Fata Morgana.
Eine Bauernregel besagt, dass der Calima nur eine ungerade Zahl an Tagen anhält. Entweder wird dieser dann durch aufkommenden Wind weggeblasen oder durch einen Regen beendet.

Calima auf den Kanaren (Bild Wikipedia)

