Jul 06 2009
Der Kanarische Drachenbaum – Dracaena draco
Er gilt als eines der botanischen Wahrzeichen der Kanarischen Inseln. Der Baum, der gar kein Baum ist. Der Drachenbaum (Dracaena draco) ist “nur” eine baumförmige Lebensform. Es ist eine aussergewöhnliche Pflanze und viele Legenden erzählen von ihm.
Über den Namensursprung ist man sich nicht ganz einig. Abgebrochene Triebe treiben meist erneut aus und bilden zwei oder mehr neue Triebe. Wie den Drachen der griechischen Legenden, denen man den Kopf abschlug und mehrere Köpfe nachwuchsen.
Er wächst sehr langsam und blüht nur alle 15 Jahre. Aus den Blüten entstehen dann seine charakteristischen, schirmförmigen Verzweigungen. Nach der Eroberung der Spanier war der Drachenbaum fast vom Aussterben bedroht, da sein Harz (Drachenblut) als Mundhygiene und auch Farbstoff sehr begehrt war und so der Bestand fast zerstört wurde. Schon die Guanchen benutzten das Drachenblut um ihre Leichen zu mumifizieren und um Verletzungen zu heilen. Sie verehrten diesen Baum, alle wichtigen Entscheidungen wurden unter dem Drachenbaum getroffen – er galt als heilig. Heute trifft man auf der ganzen Insel Teneriffa auf Drachenbäume, auch wenn die meisten vom Menschen gepflanzt wurden.

Kanarischer Drachenbaum im Anagagebirge
Der bekannteste ist wohl jener von Icod de los Vinos, der über 500 Jahre alt und etwa 18 Meter hoch ist. Der Kanarische Drachenbaum ist ein makaronesischer Endemit, ist also nur auf den Kanaren, Azoren. Madeira und Kapverden vertreten.

Drachenbaum in Icod de los Vinos

Drachenbaum im Anagagebirge

