Bei Rizinus denkt man als erstes wohl an das bekannte, abführend wirkende Rizinusöl aus der Apotheke. Schon seit 6000 Jahren wird die Pflanze angebaut. Bereits die alten Griechen Paracelsus und Hippokrates benutzten diese Heilpflanze.
Das Öl gewinnt man aus dem Inhalt des Samens (auch Castorbohnen genannt). Vorsicht ist aber geboten, da in den Schalen der Samen das giftige Rizin enthalten ist, das bei der Herstellung des Öls als Rückstand zurückbleibt. Das heisst Finger weg von den Samen, schon die Einnahme kleiner Mengen kann sogar zum Tod führen. Auf Teneriffa ist diese Pflanze häufig zu sehen. Ursprünglich stammt der Rizinus aber aus den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, er hat sich aber mittlerweile weltweit verbreitet.
Der zu den Wolfsmilchgewächsen zählende Rizinus kann bis zu 13 Meter hoch werden, das ist abhängig von seinem Standort. Die Samen keimen schnell und leicht, daher beansprucht er gerne brachliegende Felder für sich. Daher sieht man ihn hier eher als Unkraut.
Weitere Nutzung findet bzw. fand der Rizinus in der Kosmetikindustrie (Cremes, Salben), als Schmieröl, als Haarwuchsmittel, als Rohstoff für Lack- und Farbherstellung, Brennöl und auch in der Textilindustrie.
Das 16. und das 17. Jahrhundert gelten als die goldenen Epochen in der Geschichte des Ortes Garachico im NordenTeneriffas. Den Wohlstand erlangte der Ort durch seine Reederei, von wo aus reger Handel mit Europa, Amerika und Afrika betrieben wurde. In erster Linie wurden landwirtschaftliche Produkte exportiert, vor allem Malvasia-Wein und Zuckerrohr (bis Mitte des 16. Jh.), aber auch andere Produkte wie Farbstoffe und Seide. Importiert wurden z.B. Stoffe aus England und Frankreich, flämische Kunstwerke und Gewürze aus dem Orient. Kaufmänner, angesehene Künstler, noble Familien und Angestelle der Königsfamilie wurden von diesem florierenden Markt angezogen. Trotz des wilden Meeres mit seinen Strömungen und Wellen, das den Seefahrern grosse Schwierigkeiten bereitete, entwickelte sich Garachico zum wichtigsten Hafen Teneriffas.
Flutwellen, eingeschleppte Krankheiten (Pest) und nicht zuletzt der Ausbruch des Montaña de Trebejo (Volcan Negro, Arenas Negras) im Jahre 1706 bedeuteten aber den erstmaligen Untergang des Ortes.
Die Menschen bauten auf der erstarrten Lava den Ort erneut auf und heute zählt Garachico zu den schönsten Orten der Insel.
Die Kanarische Kiefer (pinus canariensis, span. pino canario) ist ein Endemitder Kanaren, kommt auf allen Inseln vor, ausser auf Lanzarote und Fuerteventura. Eine Überlebenskünstlerin, die sich im Laufe der Evolution an die Umstände der Insel angepasst hat. Durch ihre dicke Rinde und dem sehr harzhaltigen Holz ist sie feuerresistent, treibt also nach Bränden, die auf einer vulkanischen Insel immer wieder vorkommen, neu aus. Ein echtes Wunder der Natur. Sie kann in der Regel Höhen von über 30 Metern und einen Stammdurchmesser von etwa 2,5 Metern erreichen. Auf Teneriffa wächst sie innerhalb von Höhenstufen zwischen ca. 500 bis 2000 Metern. Ihre bis zu 30 Zentimeter langen Nadeln sind der wichtigste Wasserlieferant der Insel. Die feuchten Passatwolken, die in den Höhenlagen der Kiefer auf die Insel stossen, kondensieren an den Nadeln. Die zu Boden fallende Feuchtigkeit nutzt zum kleineren Teil der immergrüne Baum für sich, der Grossteil versickert im Boden und sammelt sich in den sogenannten “Galerias” wieder, welche der Mensch mit Hilfe von langen Wasserstollen anzapft und das wertvolle Wasser gewinnt. Die Kanarische Kiefer zählt zu den charakteristischsten Pflanzen der Insel.
Schon vor einiger Zeit trieb mich mein hungriger Magen bei einem Ausflug nach Taganana im Anagagebirge an die schöne Küste von Roque de las Bodegas mit seinen Fischlokalen. Ohne jemals in einem der Lokale gegessen zu haben, wurde ich irgendwie von dem Fischlokal “El Mecha” angezogen. Auf einfachen Plastikstühlen, aber mit unbezahlbarem Blick, wartete ich auf der Terrasse auf meinen von José, dem sympathischen Besitzer, emfohlenen Abadejo (Dorsch) mit Papas arrugadas und natürlich kanarischer Mojo. Das ganze Gericht schmeckte köstlich. Und damit vom Fisch auch nichts übrig bleibt, empfiehlt José ausdrücklich die Finger zu benutzen. Seitdem besuche ich regelmässig dieses einfache, doch sehr nette Restaurant, um mir den fangfrischen Fisch schmecken zu lassen. Passend dazu gibt es dort den erfrischenden, für das Anagagebirge typischen Roséwein.
Heute war ich wieder dort und hatte vor, ein Foto von dem Prachtexemplar dieses Tiefseefisches für diesen Blog zu machen. Aber der Hunger war so gross, dass ich es schlichtweg vergessen hab.
Das “El Mecha” ist leicht zu finden, direkt an der Küstenstrasse gelegen. Es schliesst allerdings laut Jose schon “por la tarde”. Heute war’s um 18 Uhr, also tagsüber hinfahren!
Nach dem Loro Parque, dem meist besuchtesten Tier- und Erlebnispark Europas, gibt es seit September 2008 eine neue Attraktion auf Teneriffa, den Siam Park. Er ist der grösste Wasserpark Europas mit einem einzigartigen asiatischen Ambiente durch thailändische Architektur, Dekoration und einem dschungelartigen Garten.
Hier finden Sie Rutschen, wie z.B. den „Tower of Power“, bei dem es fast im 90 Grad Winkel hinab durch eine Röhre, die ein Aquarium umfasst, hindurchgeht. Weitere spektakuläre Wassererlebnisse sind ein Spass für alle Wasserratten. Ergänzt wird der Siam Park durch seine Vielfalt an exotischen Tieren. Der Siam Park befindet sich im Süden Teneriffas, an der Costa Adeje.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Internetpräsenz des Siam Parks.
“MARIPOSA Wanderungen Teneriffa” ist ein Partner des kanarischen Reise- und Wanderunternehmens “GAIA TOURS” aus Los Realejos / Teneriffa. “MARIPOSA” unternimmt Wanderungen (auch gecharterte Gruppenwanderungen) auf der ganzen Insel Teneriffa.