Teneriffa ist eine Bananeninsel. Die Geschichte der kanarischen Bananebegann schon im 16. Jahrhundert, als Seefahrer die Frucht aus Asien mitbrachten. Erst Ende des 19. Jahrhunderts begann der Handel, als englische Händler den Weg der Banane von der Karibik nach Europa als zu lang befanden und die Banane sich auf den Kanaren bereits aklimatisiert hatte.
Heute findet man in den europäischen Supermärkten durchwegs Bananen bekannter Firmen aus Mittel- und Südamerika (Chiquita, Dole, Del Monte). Die Inselbanane ist im Vergleich teurer (wird auch subventioniert), benötigt viel Wasser und entspricht nicht den geforderten EU-Normen. Geschmacklich ist der “platano canario“, wie die Banane auf den Kanaren genannt wird, wesentlich aromatischer und besser als die amerikanische “banana”. Die kleinen, zuckersüssen und etwas fleckigen Früchte sind schon seit fast vier Jahrzehnten nicht mehr auf dem deutschen Markt zu finden.
Geerntet wird zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr. Nach 12 bis 15 Monaten ist die Mutterpflanze erntebereit und sorgt zeitgleich für einen Sprössling (Tochterpflanze). Eine Fruchtstaude trägt bis zu 300 Bananen und kann über 50 Kg wiegen.
Hier die offizielle Webseite der “Platano de Canarias” mit vielen weiteren Informationen (auf englisch). Platano de Canarias
Kleiner Kalender der Sommerfeste und Veranstaltungen in Puerto de la Cruz auf Teneriffa
23.06. NocheSan Juan - Mittsommernacht
Der Strand Playa Jardin ist voller Menschen. Schon am Nachmittag strömen sie herbei, schlagen ihr Lager auf und beginnen zu feiern. Am Abend sieht man nur noch Menschen und ein einziges Lichtermeer aus Kerzen, Fackeln und Lagerfeuer (Johannesfeuer).
Es herrscht eine unbeschreibliche Atmosphäre, die Einigkeit, Freude und Lebenslust ausstrahlt. Gekrönt wird der Abend durch Darbietungen mit Tanz und Musik auf einer riesen Bühne und zum Abschluss erstrahlt der Himmel in dem bunten Licht des gigantischen Feuerwerks.
14.07. Fiesta del Carmen
Das ist ein sehr traditionelles Fest, an dem die Schutzheilige der Fischer, die heilige Carmen geehrt wird. Die Stadt und die Boote sind geschmückt und in einer beeindruckenden Prozession, begleitet von tausenden von Zuschauern, wird die heilige Carmen aus der Kirche zum Hafen auf ein Boot gebracht. Die Plaza del Charco ist eine einzige Fiesta, alle feiern, bespritzen sich mit Wasser, tanzen und lachen. Das erinnert ein wenig an den Karneval, wie er hier gefeiert wird. die Kostüme sind allerdings Badehose und Bikini.
Auf dem Weg nach La Orotavabefindet sich – umgeben von altkanarischen Fruchtbarkeitssymbolen – die Statue einer Guanchenprinzessin.
Prinzessin Dacil, Denkmal bei La Orotava
Sie war die Tochter vom tapferen Bencomo, König von Taoro, dem heutigen Orotavatal. Sie ist die Symbolfigur der sich vermischenden Kulturen der Guanchen und der spanischen Eroberer. Eigentlich war Dacil dem Guanchen Duriman el Montanes versprochen, doch sie verliebte sich in Gonzalo del Castillo, einem spanischen Eroberer. Verbotenerweise trafen sie sich, wurden dabei aber vom eifersüchtigen Duriman el Montanes beobachtet. Dieser meldete seine Beobachtung dem König, der darauf beschloss, seine eigene Tochter einzusperren, da es verboten war, sich als Frau alleine mit einem Mann zu treffen, schon gar nicht mit einem befeindeten Eroberer.
Letztendlich konnte Dacil sich als schuldlos erklären, heiratete Gonzalo del Castillo und symbolisiert die Normalisierung der neuen Gesellschaft der Insel und die Verschmelzung zweierlei Kulturen.
Bei den Wanderungen, vor allem bei jenen, die durch die Kiefernwälder führen, trifft man häufig auf die zur Zeit blühenden Zistrosen. Die Zistrose gehört zur Pflanzenfamilie der Zistrosengewächse(Cistacae), die zusammen etwa 200 unterschiedliche Arten zählt. Die Blüte ähnelt ein wenig der herkömmlichen, “klassischen” Rose (daher der Name), ist mit ihr aber nicht verwandt. Sie ist von den Kanarischen Inseln über den ganzen Mittelmeerraum bis nach Israel verbreitet .
Diese Pflanze blickt auf eine lange Geschichte zurück, bereits in der Bibel wurde die Zistrose erwähnt. Begehrt war (und ist) das Harz Labdanum, das aus verschiedenen Arten der Zistrose gewonnen wird. Verwendet wurde es als Räucherwerk – vor allem in den Ostkirchen – und wegen ihrer Polyphenoleauch als Wundheilmittel.
Auf Teneriffa gibt es drei endemische Arten und eine eingeschleppte Art (franz. Zistrose)
- Französische oder Montpellier – Zistrose / jara blanca (cistus monspeliensis)
- Beinwellbättrige Zistrose / Amagante, jara (cistus symphytifolius)
Auf der Bootsfahrt nach der Wanderung durch die Mascaschlucht sieht man fast immer Delfine in freier Natur. In den Gewässern der Kanarischen Inseln sind 28 Wal- und Delfinarten gesichtet worden, vor allem zwischen Teneriffa und La Gomera.
Auf der Fahrt von der Bucht von Masca bis zum Hafen von Los Gigantes sieht man am häufigsten den “Grossen Tümmler“, die wohl bekannteste Delfinart. Den Grossen Tümmler trifft man in allen Ozeanen der Welt. Er kann bis zu 4 Meter lang werden und kann über 600 Kilogramm schwer werden. Delfine dieser Gattung werden in freier Natur ca. 25 Jahre alt .
Anbei ein paar Fotosvom Grossen Tümmler. Danke an Wolfgang und Kathrin für diese schönen Aufnahmen.
“MARIPOSA Wanderungen Teneriffa” ist ein Partner des kanarischen Reise- und Wanderunternehmens “GAIA TOURS” aus Los Realejos / Teneriffa. “MARIPOSA” unternimmt Wanderungen (auch gecharterte Gruppenwanderungen) auf der ganzen Insel Teneriffa.